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Projektbeschreibung

Ausgangssituation

 Der Windenergie kommt eine tragende Rolle beim Ausbau der Nutzung Erneuerbaren Energien zu. Die dafür durch die Regionalplanung oder kommunale Bauleitplanung ausgewiesenen Flächen sind in vielen Regionen weitestgehend ausgeschöpft. Daher wächst die Notwendigkeit, weitere Flächen für die Nutzung der Windenergie zu ermitteln, um die Ausbauziele zu erfüllen. In vielen Bundesländern rückt dabei die Nutzung von Standorten im Wald verstärkt in den Fokus. Teilweise besteht ein Potential mit guter Windhöffigkeit, dass aufgrund der Entwicklungen im Bereich der Anlagentechnik zunehmend effizient genutzt werden kann.

Insbesondere die waldreichen Bundesländer wie u. a. Nordrhein-Westfalen und Brandenburg schließen Waldstandorte mittlerweile nicht mehr kategorisch für die Nutzung der Windenergie aus. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung stellt sich die Frage, wie viel Waldfläche für die Windenergienutzung genutzt werden soll bzw. wie viel Waldfläche als Produktionsstandort für Windenergie, in Abwägung mit der Zielsetzung der Energiewende, akzeptabel bzw. wünschenswert ist.

Weiterhin hat der Wald neben seiner forstwirtschaftlichen Bedeutung eine besondere Funktion für die Erholungsnutzung, für den Natur- und Artenschutz sowie für den Boden- und Grundwasserschutz. Darüber hinaus ist der „Deutsche Wald“ besonders symbolbeladen und erfreut sich einer außergewöhnlichen öffentlichen Wertschätzung. Aktuell sind die Auswirkungen der Windenergienutzung, insbesondere in Bezug auf die Ziele des Naturschutzes, jedoch kaum erforscht.

Gleichzeitig bestehen aktuell sowohl in Bezug auf Kriterien zur Auswahl geeigneter Flächen und Standorte als auch bei Untersuchungs- und Prüfungsvorgaben in den Ländern, Regionen und bei den zuständigen Immissionsschutzbehörden unterschiedliche Vorgaben und Anforderungen. Eine systematische Übersicht existiert dazu bislang nicht.

Durchführung und Ziele

 Übergreifendes Ziel des Vorhabens ist es, die zentralen Ansatzpunkte für Anforderungen und Standards für eine natur- und sozialverträgliche Nutzung der Windenergie im Wald zu identifizieren und Vorschläge für Standardsetzungen zu erarbeiten.

Solche fachlichen Standards eröffnen die Option eines einheitlichen Umgangs mit Untersuchungserfordernissen und geben gleichzeitig die Möglichkeit bau- und betriebsbegleitend zu untersuchen, ob potenzielle Konflikte tatsächlich auftreten und welche eine besondere Relevanz haben. Dementsprechend können auch die Vorgaben und Inhalte des Planungsprozesses anhand gesammelter Erfahrungen gezielt angepasst werden.

Grundlage dafür ist zum einen eine umfassend Analyse zum Stand des Wissens der Windenergienutzung im Wald sowie eine systematische Darstellung der Werte und Funktionen des Waldes. Ein weiterer Schwerpunkt in Bezug auf die Anwendung der erarbeiteten Vorschläge für Standards ist der Abstimmungsprozess zwischen den beteiligten Akteursgruppen und Interessen.

Durch die Standards soll ein Beitrag geleistet werden zu

·         einem natur- und sozialverträglicheren weiteren Ausbau der Windenergienutzung „onshore“,

·         rechtssicheren Entscheidungen,

·         größerer Akzeptanz,

·         schnelleren Planungs- und Entscheidungsverfahren sowie

·         der Sammlung von Erkenntnissen über die Wirkung der Windenergienutzung auf Waldstandorte.

Laufzeit des Projektes

September 2012 - März 2015

 


Projektvorstellung als Präsentation
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